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SPD Ortsverein Erzhausen

2024 Alsfeld

Allgemein

 

ERZHAUSEN (mt). Der 19. März begann neblig. Aber nachdem die SPD-AG „60 plus“ um 10 Uhr am Hessenplatz mit dem Bus gen Alsfeld gestartet war, lichteten sich die Nebel und das Wetter wurde ideal für die Besichtigung dieser tollen Stadt. Mit 51 Personen kamen sogar mehr Teilnehmer als gedacht. Zum Glück verfügte der Bus auch über ein paar zusätzliche Plätze. Dabei waren nicht alle 60 Jahre oder älter. Und auch gehören nicht alle einer Partei an. Das 60-plus-Team um Horst Müller und Alois Reichel heißt freundlich jeden willkommen.

Das Alsfelder Rathaus ist ein beeindruckendes altes Gebäude, das von entsprechenden Gebäuden umgeben ist, mit entsprechenden Kirchen um die Ecke. Es erinnert sofort an das bekannte Michelstädter Rathaus – nur eine Nummer beeindruckender. Und es wäre beinahe abgerissen worden, weiß der Stadtführer Volker Klein zu berichten. Als Dampfmaschinen ihren Siegeszug antraten und die Wissenschaft bahnbrechende Entdeckungen machte, huldigte man den neuen Zeiten regelrecht und wollte den uralten Muff gerne loswerden. Der Kreisrat Robert Hoffmann aus Darmstadt, dem Alsfeld damals zugeordnet war, rettete mit seinem Veto das historisch wertvolle Rathaus.

Mit Samuel Spier stammt einer der einflussreichsten Vertreter der Sozialdemokratie aus deren Gründungszeit vor 160 Jahren aus Alsfeld. Die AG „60 plus“ kommt ihrerseits in ihrem zehnten Jahr in die Stadt auf 200 Metern Höhe an den bewaldeten Ausläufern des Vogelsberges. Und mit ihr kommen Menschen, die selbst historische Verbindungen zu Alsfeld haben. Horsts Frau Christa erinnert sich an die schönen Besuche bei ihrer Tante in ihrer Jugend. Harald Thiel stammt ebenso wie seine Frau Krista, geborene Kübel, aus Alsfeld. Die Metzgerei ihres Vaters Pius besteht noch immer in unmittelbarer Nähe des Marktplatzes. Das kulinarische Muss des Ortes ist der Salzekuchen, eine Art Flammkuchen. Das Salz hat er im Namen, um ihn von süßem Kuchen zu unterscheiden, erklärt eine Imbiss-Inhaberin gegenüber der Metzgerei Kübel.

Die verkehrsgünstige Lage inmitten wichtiger Handelswege war im Laufe der Jahrhunderte Segen und Fluch für Alsfeld. Prachtbauten zeugen von Wohlstand. Aber zu Kriegszeiten wie während des Dreißigjährigen Krieges – mehr politischer als religiöser Krieg, weiß Klein – blieb die Stadt von keinem Kriegsteilnehmer verschont, sei es nun Freund oder Feind gewesen. Gemälde in der ehemals katholischen, nun evangelischen Walpurgiskirche legen Zeugnis ab von der Bedeutung Alsfelds für die Reformation. Einheimische und international bekannte Reformatoren trafen im Vogelsberg zusammen. In der Kirche ist neben anderen Martin Bruce verewigt. Im Streit um die Verfolgung von Erwachsenentäufern als ketzerische Wiedertäufer erfand Bruce die Konfirmation als Kompromiss. Denn die Konfirmation, zu Deutsch „Bestätigung, soll die in den Landeskirchen praktizierte Säuglingstaufe um die notwendige eigene Glaubensentscheidung ergänzen - ebenso wie die katholische Firmung mit der gleichen Bedeutung.

Immer wieder verweist Stadtführer Volker Klein darauf, dass das Bild vom finsteren Mittelalter zu einseitig ist. Die bekannte Aussage, wonach Menschen im Mittelalter nicht viel älter als 30 Jahre alt wurden, sei der Pest zu verdanken – und einer Umrechnung auf den Durchschnitt. Weil damals besonders viele schon im Kindesalter starben, wird übersehen, dass andere Menschen genauso alt wurden wie Leute von heute.

Mit seinen 86 Jahren war der rüstige Hans Santowsky der älteste Teilnehmer dieses Ausflugs, der auch in das legendäre Ladengeschäft „Carl Ramspeck“ und Cafés führte und in der Gaststätte „Zum Schwalbennest“ abgeschlossen wurde, bevor es zurück nach Erzhausen ging. Santowsky und seine Frau Gabi feiern in diesem Jahr Goldene Hochzeit.

Die AG „60 plus“ geht wieder auf Radtour am Donnerstag, den 11. April, und besucht am Donnerstag, den 23. Mai, das Eisenbahnmuseum Kranichstein. Weitere Termine und Anmeldungen sind erhältlich unter den Rufnummern  06150-83658 oder 83285 und auf der Website spd-erzhausen.de.

 
 

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