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Im Gespräch mit Bernd Hassenzahl

Mit-Geschäftsführer Erzhäuser Anzeiger

Sozial – Persönlich - Direkt
Im Gespräch mit Bernd Hassenzahl (printdesign24 GmbH)

Bernd Hassenzahl, 56 Jahre, seit 31 Jahren verheiratet. Geschäftsführer gemeinsam mit Sebastian Zils der printdesign24 GmbH in Darmstadt-Arheilgen. Als Herausgeber des Erzhäuser Anzeigers* und der Arheilger Post liegt seine Verantwortlichkeit vor allem im Bereich des Verlags. Seit 2014 ist Bernd Hassenzahl außerdem in der Funktion des 1. Vorsitzender beim Gewerbeverein Arheilgen (GVA) tätig.

Ein auffallend ausgeglichener, freundlicher und selbstbewusster Mann, der eine angenehme Ruhe ausstrahlt, nimmt uns in Empfang.  Gemeinsam mit Bruno, der hier ganz klar den Überblick behält, werden uns die anwesenden Mitarbeiterinnen vorgestellt und er gibt uns Einsicht in die Arbeitsfelder des familiär geführten Unternehmens.

Nach einer entspannten Führung durch den Betrieb, bei der uns neben dem Ablauf von Erstellung und Druck der Zeitungen auch die Arbeit des Grafik- und Druckbüros erläutert wird, finden wir uns wieder in Herrn Hassenzahls gemütlichem Büro.

*der Erzhäuser Anzeiger, mit 3.500 Exemplaren, ist u.a. amtliches Mitteilungsblatt für die Gemeinde Erzhausen und erscheint kostenlos jeweils donnerstags.


1. Herr Hassenzahl, was treibt Sie in ihrer Tätigkeit als Geschäftsführer an?

So lange ich zurückdenken kann, habe ich Verantwortung getragen. Bereits meine Eltern waren selbständig. Entscheidungen zu treffen und die Verantwortung dafür zu tragen wurde mir vorgelebt. Er lächelt und erinnert sich: „Schon vor 20 Jahren habe ich daran gedacht, irgendwann einmal Herausgeber der Arheilger Post zu sein.“

Vor meiner Selbständigkeit war ich Prokurist bei der Firma Büttner habe am Ende die gesamte Insolvenzabwicklung mitgemacht, alle Tische und Stühle mit rausgeräumt, bis die Büros leer waren. Ich habe damals Männer weinen sehen. Mir war es auferlegt, dort als Letzter den Schlüssel rumzudrehen. (Man merkt Herrn Hassenzahl in diesem Moment an, wie schwer das damals auch für ihn war).

Eines Tages wurde uns von Fam. Dauber der Verlag angeboten, da wir uns schon lange kannten. Nach der Kaufentscheidung haben wir nach dem 18. Dezember 2008 alle Rechner und Unterlagen aus den alten Büroräumen übernommen, schon am 8. Januar 2009 erschien unsere erste Ausgabe.

Zur Zeit arbeiten wir, Sebastian Zils und ich zusammen mit vier Mitarbeitern in unserem Betrieb. Dazu haben wir ca. 25 Austräger beschäftigt. Durch Schüler bis zum Rentner, werden die 40 Bezirke mit je ca. 500 Zeitungen bedient. Ein eigener Fahrer beliefert die Austräger.

Diese arbeiten bei Wind und Wetter. Egal ob es stürmt oder schneit, jeder möchte seinen Erzhäuser Anzeiger (bzw. Arheilger Post) pünktlich im Briefkasten haben. Wir versuchen das hier individuell und menschlich zu organisieren und achten darauf, dass keine Jugendlichen in der Dunkelheit verteilen müssen. Fällt jemand aus, übernimmt ein anderer zusätzlich diesen Bezirk. Es steckt viel Logistik dahinter.

Besonders auffällig bei Herrn Hassenzahl ist sein sozialer und fairer Gedanke, allen gegenüber. Egal ob Mitarbeiter, Lieferanten, Kunden.

Direkt darauf angesprochen sagt er: „Man trifft sich immer zweimal im Leben.- daher wird bei uns Fairness groß geschrieben -leben und leben lassen!“
 

2. Worauf waren Sie in letzter Zeit besonders stolz?

Wenn wir am Ende des Monats und auch am Jahresabschluss sehen, dass wir gut gewirtschaftet haben. Jede Rechnung muss bezahlt sein, jeder Mitarbeiter muss pünktlich sein Gehalt bekommen. Ich habe einmal eine Insolvenz miterlebt. Nie mehr!“ Wir tun hier alles, damit das bei uns nicht passiert – daher kümmern wir uns darum, dass es den Mitarbeitern gut geht (die Erlaubnis, den eigenen Hunde mitzubringen ist ja nun auch nicht selbstverständlich – im Moment sind zwei Hunde, Bruno und Cookie – wir glauben festgestellt zu haben, dass Cookie hier der tatsächliche Boss ist, mit im Büro, die alle genauestens im Auge behalten).

Es gibt immer für alles eine Lösung, ich habe lange Geduld und wenn doch mal ein Problem bei einem Lieferanten/Kunden auftaucht, versuchen wir das gütlich zu regeln. Aber auch ich wurde schon mal laut. Er lächelt.

Stolz macht mich die sehr gute Organisation der letzten Gewerbeschau in Arheilgen, 2016. Das war für uns ein voller Erfolg!

(Auch hier kommt zum Ausdruck, dass er immer sagt: „wir/uns“)
 

3. Was hat Sie in Ihrem Leben am meisten beeinflusst?

Meine Familie. Ich stamme aus einer Bäckerei Familie in Arheilgen. Kenne das Selbständig sein also von klein auf. Das Verhalten in der Öffentlichkeit, auch jedem Kunden gegenüber, habe ich schon in der Kindheit „mitbekommen“. Verantwortung zu tragen und Dankbarkeit zu zeigen gehört dazu.
 

4. Worin sehen Sie rückblickend die größte Herausforderung in Ihrem Leben?

Die Insolvenz bei Büttner Datendruck durchziehen zu müssen.
Und ganz klar der Kauf der Arheilger Post 2009. Bedenkt man, dass 2009 als das Jahr der konjunkturellen Tiefpunkte genannt wird. Zudem ist der Erzhäuser Anzeiger zwar das „amtliche Mitteilungsblatt der Gemeinde Erzhausens“, allerdings trägt die monatliche Einnahme durch die Gemeinde gerade mal eine einzige Ausgabe von vieren im Monat. Das bedeutet auch, dass wir auf Werbeanzeigen durch Firmen und Vereine oder auch private Familienanzeigen angewiesen sind, um die Kosten für die Erscheinung wöchentlich tragen zu können. Gleichzeitig ist die Zeitung ein guter „Türöffner“ bei großen Betrieben. Wir bieten nicht nur den Verlag, sondern kosteneffektive Werbung aus einer Hand an.

(Anmerkung der Redaktion: Das ist keine Schleichwerbung, sondern Tatsache!)


Seit 2014 bin ich 1. Vorsitzender des Gewerbevereins Arheilgen, das ist nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine gute Ergänzung zum Beruf.
 

5. Was ist Ihr Ziel für die kommenden Monate?

Den beruflichen Status zu halten. Und schauen was man noch Neues machen kann.
Z.B. Information über Vereine, von den einzelnen Abteilungen berichten, denn das könnte dem Leser Aufschluss über deren Arbeit geben. Obendrein hätte es für die Vereine den Nutzen neue Mitglieder zu gewinnen. Wichtig ist, dass alle etwas davon haben. Allerdings denken wir nicht daran den Betrieb zu vergrößern. Wir möchten möglichst lange so weitermachen wie bisher, denn wir können stolz darauf sein.


Desweiteren steht die Planung der Gewerbeschau 2018 in Arheilgen an. Um so etwas stemmen zu können, beginnt die Planung mindestens ein Jahr zuvor.
 

6. Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Bernd Hassenzahl lacht.

Jeden Wochentag arbeite ich 10 Stunden, samstags einen halben Tag. Letztes Jahr hatte ich immerhin einen Tag Urlaub. In diesem Jahr werden meine Frau und ich gemeinsam zwei Wochen Urlaub machen. Die Schiffsreise ist schon gebucht, sagt Herr Hassenzahl mit einem Lächeln. Ja und ein Teil meiner knappen Freizeit ist für den Gewerbeverein Arheilgen reserviert. Außerdem gibt es noch die Kinder unserer Nichte und die unserer Nachbarn, die sehr gerne zu uns kommen. Ja, bei uns sind immer junge Leute da.

 

Wir bedanken uns ganz herzlich für dieses kurzweilige, informative und eindrucksvolle Interview!

Das Interview wurde geführt von Christina Seibold und Inge Rollar.

(H)ERZhäuser Angelegenheiten
Eine Arbeitsgruppe des SPD- Ortsvereins

 
 

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