
Tagesausflug nach Lorsch und Worms
ERZHAUSEN (hm) In diesem Jahr entschied sich das Organisationsteam des jährlich stattfindenden Tagesausflugs für Ziele in südlicher Richtung. Am letzten Samstagmorgen starteten wir hierzu mit einem voll besetzten Bus, bester Stimmung und idealem Reisewetter.
Unser erster Halt war die Stadt Lorsch. Wegen einer außergewöhnlichen Umleitung aufgrund von Bauarbeiten und der Stadtkerb wurde unser Busfahrer dort vor große Herausforderungen gestellt: Schlechte Beschilderungen, enge Straßen und kurvenreiche Wege mussten von unserem Busfahrer gemeistert werden. Trotz dieser Unwegsamkeiten erreichten wir unser erstes Ziel, das UNESCO-Weltkulturerbe Kloster Lorsch, pünktlich.
Um 10 Uhr standen zwei Gruppenführungen auf dem Programm. Dabei erfuhren wir viel über die Entstehung und Geschichte der weitläufigen Klosteranlage. Einen besonderen Schwerpunkt bildete die weltberühmte Königshalle. Anschließend besichtigten wir weitere Teile des Geländes, darunter Kirchenfragmente, die Klostermauern und das Schaudepot Zehntscheuer. Die gesamte Anlage und ihre Geschichte hinterließen bei uns einen bleibenden Eindruck.
Danach kehrten wir zum Bus zurück, wo ein umfangreiches Frühstück auf uns wartete. Ein herzlicher Dank gilt C. Müller für die hervorragende Vorbereitung hierzu. Mit großer Neugier besuchten wir anschließend das nahe gelegene Freilichtlabor Lauresham. Auf einer Fläche von 4,2 Hektar konnten wir anhand von 20 Gebäuden in unterschiedlichen Bauweisen, Wiesen, Äckern, Gärten, Weiden, Stallungen, Scheunen und Nutztieren nachvollziehen, wie das Leben außerhalb des Klosters zur Zeit Karls des Großen ausgesehen haben könnte.
Anschließend ging es über den Rhein in die Nibelungenstadt Worms. Hier stritten einst Königinnen, hielten Kaiser Hof und wurden Schriften verteidigt. Während der zwei Stunden zur freien Verfügung nutzten viele Teilnehmende die Gelegenheit, den weltberühmten jüdischen Friedhof „Heiliger Sand“ zu besuchen, der ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.
Unweit des Doms wurde selbstverständlich auch das Lutherdenkmal besichtigt. Es zählt zu den größten Reformationsdenkmälern der Welt und zieht seit seiner Enthüllung im Jahr 1868 Protestanten aus aller Welt nach Worms.
Für 16 Uhr war eine Führung im Kaiserdom St. Peter vorgesehen. Dabei erfuhren wir viel über dessen Erbauung und die mehr als tausendjährige, spannende Geschichte des Doms. Nach der über einstündigen Führung ging es weiter zu einem nahe gelegenen Weingut.
Dort wurden wir bereits erwartet und mit einem Glas Prosecco begrüßt. Nach einer einführenden Rede des Winzers standen zwölf Weinsorten zur Verkostung bereit; außerdem gab es Bier und alkoholfreie Getränke. Aufgetischt wurde ein reichhaltiges Schnitzel- und Hähnchenbuffet mit zahlreichen Beilagen. Zum Nachtisch gab es Eis und ein Verdauungsschnaps durfte auch nicht fehlen. Unser herzlicher Dank gilt der Winzerfamilie für die hervorragende Bewirtung.
Alles hat einmal ein Ende: Gegen 20:30 Uhr traten wir die Heimreise an. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass es ein gelungener und schöner Ausflug war.
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