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SPD Ortsverein Erzhausen

Besuch bei der GSI (Helmholzzentrum für Schwerionenforschung) Wixhausen

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SPD-Ortsverein Erzhausen AG 60 plus:

Besuch bei der GSI (Helmholzzentrum für Schwerionenforschung) Wixhausen

Nach der Kontrolle des Personalausweises wurden die Besucher in den Hörsaal des Zentrums geführt, wo uns ein erster Überblick über den Aufbau, den Zweck und die Ziele der GSI  vermittelt wurde.

Gegenwärtig sind ca. 1.350 Mitarbeiter fest beschäftigt, darüberhinaus forschen und experimentieren ca. 1.200 Wissenschaftler von Universitäten und Forschungseinrichtungen weltweit. Die Gesellschafter der GSI  sind der Bund plus 3 Bundesländer bei einem Etat von ca. Euro 110 Mio pro Jahr. Ziel der Forschungen ist, die uns umgebende Materie in Ihrem Aufbau und Verhalten zu verstehen. Dies bedarf einer Forschung, die heute schon betrieben, deren Auswirkungen und Ergebnisse aber u.U. erst von kommenden Generationen richtig interpretiert und angewendet werden können. Diese Grundlagenforschung wird durch den Betrieb einer weltweit einmaligen Beschleunigeranlage für Ionenstrahlen erreicht, die es ermöglicht, in vielen weiteren Schritten und unter Zusammenarbeit vieler Forscher und Forschungen auf den verschiedensten Gebieten neue Erkenntnisse und daraus wertvolle Anwendungen für die Menschen zu entwickeln. So wurden z.B. sechs neue chemische Elemente entdeckt.

Zwei davon sind nach unserer Region benannt: Darmstadtium  (Ds) und Hassium (Hs). Darüberhinaus erreichte eine sehr erfolgreiche Tumortherapie bei Krebspatienten einen sehr hohen Heilungsgrad.

In der Beschleunigeranlage werden dazu Kohlenstoff-Ionen durch elektrische und magnetische Felder in einem Strahl gebündelt und beinahe auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt. Sie  können so genau eingesetzt werden, dass nur vordefinierte  Zellen des Körpers bei der Bestrahlung betroffen werden.

Wir hatten dann die Gelegenheit, die aktuelle Beschleunigeranlage sowie das dafür notwendige Kontrollzentrum und einzelne, für das große zukünftige Projekt FAIR benötigte Maschinen und Meßgeräte näher zu besichtigen.

FAIR ist ein  geplantes Beschleunigerzentrum, dessen vorbereitende Baumaßnahmen bereits weit fortgeschritten sind und das im Jahr 2021 fertiggestellt sein soll. Zusammen mit der existierenden Beschleunigeranlage der GSI wird es dann eine der größten Anlagen der Welt sein. Ionen können dann auf bis auf  99% der Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden. Dazu ist ein Ringbeschleuniger von 1100 m Umfang notwendig, der eine Vielzahl von Experimenten ermöglicht, die man heute ohne diesen Bau nicht erreichen könnte.

Dieses ganze Bauvorhaben wird unterirdisch realisiert, die benötigten Bohrungen für eine große Anzahl von Gebäuden für komplexe Laboratorien und Speicherringen sind bereits fertiggestellt. Nach der Fertigstellung werden ca. 3000 Wissenschaftler aus der ganzen Welt forschen und arbeiten. Fair wird von neun Ländern gebaut, betrieben und finanziert. Die Planungen und Vorarbeiten erfolgten ebenfalls durch weltweite Zusammenarbeit der Forscher. 

Wir durften dann noch einen Blick in ein Segment des Speicherringes, der im Moment gewartet wird, und andere für physikalische Experimente benötigte Maschinen werfen. Nach 2 Stunden sehr intensiver Führung und Erklärungen durch Herrn Dr. Ingo Peter verabschiedeten wir uns.

 
 

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