Die SPD Erzhausen hat am letzten Freitag schweren Herzens von ihrem Parteifreund Heinz Weber Abschied genommen
Ortsverein
Er war sowohl in der Zeit als Vorsitzender der SPD-Fraktion als auch als Vorsitzender der Gemeindevertretung Erzhausen die beste Werbung für unseren Ortsverein, die man sich denken konnte. Seine verbindliche, ruhige und sachbezogene Verhandlungsführung brachte ihm nicht nur die Zuneigung aller SPD Mitgliedern sondern auch allseits den Respekt und die Achtung aller Gemeindevertreter ein. Heinz Weber war mehr als nur ein politischer Weggefährte. Er war ein Mensch mit klaren Prinzipien und einer besonderen warmherzigen Art. Oft wurde über die Zukunft Erzhausens gesprochen, auf die meisten Probleme fand er fast immer eine pragmatische Lösung. Wem ist es beispielsweise noch erinnerlich, dass es Heinz Weber war der anregte, zur Entlastung des „Unnerdorfs“ den Weg zwischen Bauhof und Frankfurter Kreuz auszubauen. Seine Geduld war sprichwörtlich, sie zeichnete ihn in seiner langjährigen Tätigkeit in der Gemeindevertretung aus.
Sein Garten, seine Liebe zum Gesang – er war 40 Jahre Vorsitzender der Chorgemeinschaft Germania – Eintracht - , sowie seine Partei, die sozialdemokratische Partei Deutschlands - und mehr noch – seine Gemeinde Erzhausen und ihre Bürgerinnen und Bürger waren Inhalt und Freude in seinem Leben.
Seine Freundschaft war ehrlich und verlässlich. Viele von uns schätzten seinen Rat und manchmal auch seine konstruktiv- kritischen Hinweise. Nicht zu vergessen sind seine Beiträge bei vielen Ausflügen des SPD Ortsvereins, wenn er – damals auch noch oft gemeinsam mit seinem Vorgänger Franz Grimm – die abendlichen Runden mit Gesang und seinem Akkordeon bereicherte.
Als Mitglied der SPD war er seit 1965 Gemeindevertreter, von 1993 bis 2011, bis zu seinem Ausscheiden aus der Gemeindevertretung, war er deren allseits geschätzter und respektierter Vorsitzender.
Er setzte sich stets für soziale Gerechtigkeit, lokale Teilhabe und nachhaltige Entwicklung ein. Sein Stil war nicht bestimmend, aber beständig. Er glaubte an die Kraft der Überzeugung und nicht die Kraft der Mehrheit und an gemeinsam getroffene Entscheidungen.
Unvergessen bleiben auch seine Erzählungen aus Kriegszeiten, er war ja erst 8 Jahre alt, als der Zweite Weltkrieg endete. An diesen ihn prägenden Erinnerungen und Erfahrungen hat er auch zahlreiche Schülerinnen und Schüler teilhaben lassen.
Heinz Weber war wohl auch der einzige von uns allen, der Willy Brandt persönlich die Hand geben durfte; einem sozialdemokratischen Kanzler, dessen Worte „Mehr Demokratie wagen“ heute mehr denn je Bedeutung haben.
Die Tatsachen, dass Heinz Weber mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen und dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet wurde und daß ihn die Gemeindevertretung zum Ehrenvorsitzenden ernannte, würdigt ein Lebenswerk im Dienste unserer Gemeinschaft. Für ihn selbst war diese Auszeichnung jedoch kein Ziel, sondern Anerkennung dessen, was er als seine selbstverständliche Pflicht gegenüber der Gemeinschaft empfand.
In unserer Erinnerung wird er weiterleben als ein Mensch dem es gelang, politische Arbeit mit Toleranz, Menschlichkeit, Intelligenz und auch Humor zu verbinden - Ein großer Ansporn für unser aller politisches Wirken in unserer Gemeinde.
Lieber Heinz, die SPD hat Dir viel zu verdanken, Du hast dich um die Partei Erzhausens verdient gemacht. Es ist zu wünschen, dass dein Beispiel Schule macht.
SPD-Ortsverein Erzhausen
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